In Deutschland nördlichstem Weinberg kann es mitunter sehr stürmisch zugehen. Dabei sind Böen in den Weinbergen eher wenig gefragt und es gab kaum Erfahrungswerte, wie mit den klimatischen Gegebenheiten umgegangen werden sollte.

Das hat sich geändert, seitdem sich vor mehr als einem Jahrzehnt wenige Winzer dazu entschieden, mit dem Anbau der Rebsorte Solaris zu beginnen. Zahlreiche individuelle Lösungen mussten kreiert werden, um erfolgreich zu bestehen. Dazu zählt das beidseitige Umspannen der Rebstöcke mit Netzen. Die Pflanze ist zwischen den Netzen eingeklemmt und kann sich als Ganzes im Wind wiegen, welches die Trauben besser vertragen.

Eine weitere Lösung war der Bau eines Zaunes, da natürliche Fressfeinde für einen starken Früchteschwund sorgten. Jedoch waren nicht die Möwen dafür verantwortlich, sondern der Schwund war den Touristen zuzuschreiben.

Mittlerweile gehören die anfangs belächelten Projekte zu einem festen Bestandteil des Insellebens und bei den Konsumenten ist Regionalität nachgefragt. Hinzu kommt die Änderung des Weingesetzes, das die Ausweisung größerer Anbaugebiete im Norden zulässt. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten, die wirtschaftlich an Bedeutung gewinnen und auf der Insel für eine erfrischende Abwechslung sorgen.

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